Neues Sprach- und Lesezentrum
Das Elternhaus der in Monheim aufgewachsenen Schriftstellerin Ulla Hahn soll Sitz eines Lese- und Sprachförderzentrums werden.
Arbeit aufgenommen
Mit der Gründung eines Kuratoriums unter dem Vorsitz von Ulla Hahn hat das Zentrum jetzt die Arbeit aufgenommen. Koordiniert wird das Projekt vom Friedrich-Bödecker-Kreis, der eng mit der Stadt zusammenarbeitet. Die Stadt hat das Doppelhaus Neustraße 2/4 gekauft. „Wunderbar und bewegend" nannte es Ulla Hahn, dass das Gebäude „viele Abbruchwünsche überstanden“ habe. Das Wort Epikurs, auch aus einem bescheidenen Winkel könne man in den Himmel springen, habe sie am eigenen Leib erfahren. Deshalb freue sie sich, wenn ihr Elternhaus künftig der Sprachförderung für benachteiligte Kinder diene. Genauso wichtig sei es aber, bei allen Kindern Lesevergnügen und Leselust zu wecken.
Autobiographische Reminiszenzen
Ulla Hahns Romane „Das verborgene Wort“ (2001) und „Aufbruch“ (2009) schildern das Aufwachsen des Mädchens Hilla Palm in Dondorf am Rhein. Beide Bücher sind voller autobiographischer Reminiszenzen. Seitdem Ulla Hahn 2003 erstmals zu einer Lesung in ihre alte Heimatstadt kam, haben sich enge wechselseitige Kontakte entwickelt. Sie münden jetzt in den Aufbau des Ulla-Hahn-Sprachförderzentrums. Die Arbeit des Förderzentrums wird von der Stiftung Monheim der Stadtsparkasse Düsseldorf mit jährlich 40.000 Euro unterstützt. Das Land gibt weitere 20.000 Euro jährlich. Die gesamte Förderung ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Mit den Landesmitteln soll auch ein Förderpreis für junge Schriftsteller ausgeschrieben werden.
Umbau
Bevor das Förderzentrum im Ulla-Hahn-Haus untergebracht werden kann, muss es umgebaut und saniert werden. Die Kosten sind auf 460.000 Euro veranschlagt. Die Stadt übernimmt einen Anteil von 200.000 Euro und bemüht sich darüber hinaus um Sponsoren. Mehr über das Ulla-Hahn-Sprachförderzentrum im Internet: www.monheim.de/ulla-hahn.
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