Politik / Monheim, 13.09.2010

Werner Bischoff (SPD) fordert „mehr Gelassenheit“

In einem Offenen Brief richtet sich Sozialdemokrat Werner Bischoff nun an Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto).

 

Im Wortlaut

Wir dokumentieren diesen Brief im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

ich habe Ihre Reaktion auf meinen Leserbrief mit besonderem Interesse gelesen und erlaube mir, Ihnen mit einem offenen Brief zu antworten. Ich habe in dieser Stadt fast 30 Jahre lang Kommunalpolitik mitgestaltet und zuletzt auch an verantwortlicher Stelle. In den zwei Perioden meiner Mitgliedschaft im NRW-Landtag gehörte ich dem Wirtschaftsausschuss an und war sieben Jahre wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Als führender Gewerkschafter habe ich für tausende von Menschen Tarifverträge ausgehandelt und in den letzten zehn Jahren in großen Unternehmen dieses Landes an vorderster Stelle um Arbeitsplätze gekämpft. Deshalb bin ich auch nicht zimperlich in Fragen der politischen Auseinandersetzung. Ich habe aber immer die Grenze beachtet, wo inhaltliche Fragen die persönliche Ehre tangieren. Und davon sollten Sie für die Zukunft ausgehen, ich kann mit dem Florett wie auch mit dem Säbel umgehen. Aber mir zuzuschreiben, dass ´ich von einer bedauernswerten Unkenntnis in wirtschaftlichen Fragen bin´, ist eine oberlehrerhafte Beurteilung, die Ihnen auch als studierter Pädagoge nicht zusteht.

Über die Veräußerung von Gesellschafteranteilen – und nur so wäre der Weg einer Beteiligung zu organisieren – könnte ich zahlreiche Beispiele aus deutschen Unternehmen liefern. Die Bahnen haben wesentliche Streckenleistungen reduziert und quasi den Sandberg stillgelegt, von daher werden natürlich auch Kosten reduziert, dies ist einfach zu kurz gesprungen. Die Einsparung durch Softwareeinsatz wäre, wenn es denn so stimmt, das normale Tun einer Geschäftsleitung.

Gerade in schwierigen Zeiten ist das Suchen nach Verbesserungsmöglichkeiten ohne Alternative, aber so viel sollte auch begriffen werden, dies geht nur mit und nicht gegen die Belegschaften. In einem Klima der Angst werden soziale Blockaden produziert, genau dieser Zustand ist bei der BSM zu kritisieren.

Wahrscheinlich habe ich Sie auf dem falschen Fuß erwischt, deshalb auch diese überzogene persönliche Reaktion. Sie sollten, wenn ich mir diesen persönlichen Rat erlauben darf, Ihren Zuarbeitern etwas mehr Gelassenheit verordnen.“

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