TBL-Projektleiter Ulrich van Acken vor der Drainage-Baustelle in Hitdorf. Foto: Stadt Leverkusen

Regional / Vermischtes, 05.08.2010

Drainage für den Hochwasserschutz

LEVERKUSEN-HITDORF. Keine zwei Wochen mehr, dann wird von der Flächendrainage – einem wichtigen, aber unsichtbaren Element der Hochwasserschutzanlage in Hitdorf - nichts mehr zu sehen sein.

 

Unterhalb der Straßenoberfläche

Die Sickerleitungen und –rohre zur Abführung von Grundwasser und anderen Sickerwässern, die im Falle eines Hochwassers an den Enden der unterirdischen Dichtwand hochsteigen oder unter ihr her fließen, werden nämlich unterhalb der Straßenoberfläche verlegt. Kürzlich stellte TBL-Projektleiter Ulrich van Acken, zuständig für den Bau der Hochwasserschutzanlage, die technische Funktion der Hitdorfer Drainage im Detail  - sie besteht aus einer so genannten Flächendrainage und einer Längsdrainage - und den Stand der Bauarbeiten vor.

900 Meter lang

Er rief dabei noch einmal den Gesamtaufbau der über 900 Meter langen Hochwasserschutzanlage ins Gedächtnis. Im April 2009 fiel der Startschuss für das zehn Millionen Euro teure Projekt, das vom Land mit sechs Millionen Euro gefördert wird. Seither wurde eine unterirdische wasserundurchlässige Dichtwand gebaut, die bis zu 30 Meter in die Tiefe reicht. Ebenfalls fertig ist eine oberirdisch sichtbare Stahlbetonwand, die auf diese Dichtwand aufgesetzt wurde. Sie ragt bis maximal 1,50 Meter aus dem Boden. Je nach Hochwasser wird dieses Bauwerk noch einmal um zusätzliche, bis zu zwei Meter hohe, mobile Absperr-Elemente aufgestockt, um so den mehr als 2000 Rheinanwohnern Schutz vor einem 100- bzw. 200-jährlichen Hochwasser zu bieten.

Pumpwerk

Die Drainage, die jetzt auf der Landseite gebaut wird, hat, so van Acken, eine wichtige Funktion: „Sie nimmt das an den Enden der Dichtwand umlaufende Sickerwasser unter der Straßenoberfläche auf und führt es zum Pumpwerk an der Langenfelder Straße. Von dort wiederum wird das Wasser bei Hochwasser durch große Pumpen wieder in den Rhein befördert.“ Er ergänzte, dass die Rheinböden sowohl in den oberen wie in den unteren Schichten vorwiegend aus gut durchlässigen Kiesen bestünden. Aus diesem Grund reiche die Dichtwand so tief in den Boden. Dennoch gebe es Restwassermengen, die aufgesammelt werden müssten. „Diese Funktion erfüllt die Drainage.“

Geschlitzte Kunststoffleitungen

Am Ende der Rheinstraße und in der Kreuzung Fährstraße/Wiesenstraße wird daher seit gut einer Woche auf einer Fläche von jeweils circa 250 Quadratmetern die Flächendrainage erstellt. Die Fahrbahndecke wird ausgebaut und der Unterbau bis zu einer Tiefe von 1,20 Metern ausgebaggert. Anschließend wird eine circa 50 cm dicke Schicht aus grobem Kies eingebaut. In dieses Kiesbett werden im Abstand von zwei Metern die Sickerleitungen, jeweils 15 cm dicke, geschlitzte Kunststoffleitungen, gelegt. Anschließend wird die Fahrbahndecke erneuert. Das zweite Element der Drainage, die Längsdrainage, eine weitere unterirdische „wassersammelnde“ Leitung entlang der Dichtwand, nimmt das durch die Dichtwand gesickerte und auch das sich langsam aufstauende Grundwasser auf; sie ist bereits fertig gebaut.

September 2010

Insgesamt, so van Acken, werden für das gesamte System 1.300 Meter Drainageleitungen, 1.100 Kubikmeter Kies sowie 5.000 Quadratmeter Filtervlies eingebaut. Die gesamte Drainage soll bis September 2010 fertig sein. Danach werden alle in den letzten eineinhalb Jahren in Mitleidenschaft gezogenen Fahrbahnflächen erneuert. Insgesamt liege der Hochwasserschutz gut im Zeitplan: „Im Frühjahr 2011 ist alles fertig.“

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