Regional / Sport, 30.08.2010

Fortuna mit der nächsten Pleite!

DÜSSELDORF. Auch im dritten Pflichtspiel der neuen Saison blieb Zweitligist Fortuna Düsseldorf ohne Glück – gegen Bundesligaabsteiger Hertha BSC setzte es eine 1:2-Pleite.

 

Starke erste Viertelstunde

Fortuna-Trainer Meier musste vor mehr als 30000 Besuchern auf die Verletzten Fink und Königs verzichten, Gaus und Beister wurden auch nicht für den 18er-Kader berücksichtigt. Die Hertha begann mit aggressivem Pressing, die Fortuna jedoch hatte die ersten Torchancen. Zoundi vergab nach herrlichem Spielzug über die linke Außenbahn per Kopf (3.), Christ per Freistoß (12.) und van den Bergh freistehend (15.). Einige Spielzüge sahen dabei schon recht ansehnlich aus. Die eigenen Möglichkeiten wie schon in Koblenz und in Cottbus mal wieder nicht genutzt - und prompt klingelte es wieder im eigenen Tor: Rob Friend nutzte gleich die erste Chance für Hertha zur Führung (25.). Domovchiyski vergab anschließend völlig freistehend, wenig später netzte er aber zum 0:2 ein. Bis zur Pause übte sich Hertha in Ergebnisverwaltung und den Rotweißen gelang es nicht, wirkliche Gefahr zu entwickeln. Dennoch unterstützten die Düsseldorfer Fans, von denen viele erstmals im neuen Stehplatzareal standen, ihre Mannschaft relativ unbeeindruckt weiter.

Wechsel

Nach der Pause brachte Meier Dum für Christ und Wellington für Torghelle. Nachdem Ratajczak gegen den freistehenden Rukavytsya geklärt hatte (48.), endlich wieder die Rotweißen: Lambertz scheiterte an Hertha-Keeper Aerts (51.), Dums Schuss wurde kurz vor der Torlinie von Mijatovic abgeblockt (52.), Wellington köpfte nach einer Ecke daneben (57.), Jovanovic vergab frei aus fünf Metern (68.). Dem Brasilianer Wellington gelang mit einem 30-Meter-Traumtor in den rechten Winkel der Anschlusstreffer zum 1:2 (81.). Es gab dann noch gute Möglichkeiten auf beiden Seiten, am Ende stand aber ein Sieg der insgesamt alles andere als wirklich überzeugenden Berliner. In der Nachspielzeit flog Bröker noch wegen angeblicher Schwalbe im Strafraum mit Gelb-Rot vom Platz.

Problem Innenverteidigung

Bei Fortuna enttäuschten besonders der blasse Angreifer Torghelle und der in vielen Szenen überforderte  Innenverteidiger Tiago, der auf dieser Position auch nicht stärker als der in den ersten beiden Pflichtspielen neben Langeneke agierende Lukimya-Mulongoti wirkte – eher im Gegenteil. Den Weggang von Bamba Anderson und Stürmer Harnik kann Fortuna bislang nicht kompensieren. Beeindruckend bei der Fortuna der unerschütterliche Kampfgeist vor heimischem Publikum – insbesondere von „Lumpi“ Lambertz. Hertha-Trainer Babbel war von dem Auftritt seiner Elf wenig begeistert, aber es gewinne im Fußball nicht immer die bessere Mannschaft. Fortuna-Stürmer Jovanovic: „Ein Unentschieden wäre vielleicht verdient gewesen. Trotz allem haben wir uns wirklich gut präsentiert heute. Leider wurden wir für die ganze Arbeit, die Schlussphase, die ganze zweite Halbzeit nicht belohnt.“ Norbert Meier lobte nach dem Spiel Wellington und monierte die mangelnde Effektivität seiner Truppe, es habe nicht die bessere Mannschaft gewonnen: „Wir haben eine sehr gute Reaktion in der zweiten Halbzeit gezeigt. Die Mannschaft hat alles versucht.“ Es habe aber an der letzten Cleverness gefehlt.

Platz 16

Es war Fortunas dritte Pleite im dritten Pflichtspiel 2010/11, zudem die erste Pflichtspielpleite seit Anfang August 2009 (4:7 nach Elfmeterschießen gegen den HSV im Pokal) in der heimischen Arena, ferner die erste Ligaheimpleite seit April 2009 – damals verlor man gegen Union Berlin (0:1). Die Fortuna findet sich somit vorerst auf dem drittletzten Platz wieder – und nun geht es zum FSV Frankfurt (11.9.), bei dem man letzte Saison 0:2 verlor…

Aufstellung

Fortuna: Ratajczak – Tiago, Langeneke, Weber, van den Bergh – Costa (79. Bröker), Christ (46. Dum), Lambertz, Zoundi – Jovanovic, Torghelle (46. Wellington). (FRANK STRAUB)

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