Gigant der Eiszeit. Foto: Kreisverwaltung Mettmann

Regional / Kultur, 10.10.2010

Sonderausstellung über Mammuts

METTMANN. Vom 20. November 2010 bis zum 1. Mai 2011 erwartet die Besucher des Neanderthal Museums in Mettmann mit der Ausstellung „Mammuts – Giganten der Eiszeit" ein neues Highlight.

 

Giganten

Die Ausstellung bringt uns die Giganten der Eiszeit nahe. Sie geht der Frage nach, wie die Urzeittiere aussahen, wie sie lebten und wie wichtig sie auch als Jagdbeute der Steppenjäger waren. Sie gibt auch Antworten auf das größte Geheimnis der faszinierenden Giganten: warum sie verschwanden.

Sensation

Sensationell: Auch eines der ältesten Kunstwerke der Welt, das kleine Mammut aus der Vogelherdhöhle in Baden-Württemberg, aus Mammutelfenbein geschnitzt und stolze 35.000 Jahre alt, ist im Original zu bewundern. Die „Mammutsteppe“ dehnte sich südlich der eiszeitlichen Gletschermassen in Europa und Asien aus: eine waldlose Vegetation, endlose Weiten, die Lebensraum boten für zahlreiche heute zum Teil ausgestorbene große Säugetiere wie das wollhaarige Mammut, Wollnashorn, Riesenhirsch, Höhlenbär, Bison, Rentier, Moschusochse, Pferd. Das Klima war trocken und kalt. Die Winter waren selten schneereich.

Sibirien

Die wollhaarigen Mammuts (Mammuthus primigenius) waren perfekt an die eiszeitliche Kälte angepasst. Besondere Merkmale aller Mammuts sind der hoch gewölbte Kopf und spiralig gekrümmte Stoßzähne. Aus dem Dauerfrostboden Sibiriens tauen immer wieder Mammutknochen und –stoßzähne oder sogar ganze Körper auf. Zwei der besterhaltenen Mammuts, die im ewigen Eis mumifizierten Mammutbabys Dima und Lyuba, sind in der Ausstellung ebenso zu sehen wie ganze Mammutskelette und eine lebensgroß rekonstruierte Mammutfamilie. Auch ihre Mitbewohner Wollnashorn und Moschusochse fehlen nicht.

Daten

Zu der Ausstellung erscheint eine Broschüre (5,90 Euro).
Außerdem gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm.

Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Telefon 02104/97970; Internet: www.neanderthal.de; e‑Mail: museum[at]neanderthal.de; Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr; Eintritt 7 Euro für die Dauerausstellung (inkl. Neanderthaler-Fundort), 5 Euro für die Sonderausstellung, Kombiticket 9 Euro; Ermäßigung für Gruppen, Familien, Kinder, Studenten, Behinderte.

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