Sport / Langenfeld, 08.09.2010

Devils erleiden historische Niederlage

Am Sonntag kassierten die männlichen SG Langenfeld Devils beim Ligaprimus, den Rhein-Main Patriots, die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte. Mit einem kleinen Kader unterlagen die Teufel mit 0:17 (0:6, 0:5, 0:6).

 

Zweites Debakel gegen die Patriots

Schon beim letzten Saisonspiel vor der Sommerpause setzte es eine klare Niederlage für die in der zweiten Liga spielenden Devils. Beim 1:11 in Langenfeld waren es auch die Rhein-Main Patriots aus dem oberhessischen Niddatal nahe Frankfurt, die den Teufeln eine Lehrstunde erteilten. Seitdem sind gut zwei Monate vergangen, allerdings steigerte die spielfreie Zeit ganz und gar nicht die Erwartungen der Langenfelder für das gestrige Rückspiel. Der Trainingsbetrieb war im Sommer nur mit viel Mühe einigermaßen aufrecht zu erhalten. So hatte Langenfelds Trainer, Lars Kehren, nicht nur mit den üblichen Ausfällen durch den Urlaub zu kämpfen. Hinzu kamen immer wieder krankheits- oder verletzungsbedingte Ausfälle, die den Kader dezimierten. Und, als wäre dies noch nicht genug, ließ die Trainingsmoral einiger Leistungsträger zu wünschen übrig. Kehren sanktionierte dies in einem bisher beispiellosen Ausmaß. Er verzichtete auf die Mitnahme von drei Stammspielern, obwohl er ohnehin auf den verletzten Tim Dorneth und den als Juniorentrainer eingespannten David Jener verzichten musste. Somit wurden am Sonntag nur sieben Feldspieler aus der 1. Mannschaft aufgestellt, ergänzt durch Daniel Dommröse aus der Zweitvertretung. Auch auf der Torhüterposition stand neben Lutz Kaufmann kein Ersatz zur Verfügung.

Glücksgöttin ohne Mitleid

Da der Tabellenführer auch mit vollem Kader nicht ansatzweise ins Wanken gebracht werden konnte, mussten die Teufel damit rechnen, dass es im Rückspiel wohl nicht leichter wird. Aus dieser Ahnung wurde schnell Gewissheit, denn die defensiv startenden Devils liefen schon nach zehn Minuten einem 0:3-Rückstand hinterher. Auch auf die Gefahr hin, völlig unterzugehen, änderte Kehren die Taktik. Er nahm dieses nicht zu gewinnende Saisonspiel als Testspiel für die ausstehenden wichtigen Heimspiele und gab die Freigabe für die kontrollierte Offensive. Dies änderte freilich nichts an der Tatsache, dass die Gastgeber nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in allen anderen Belangen deutlich überlegen blieben. Allerdings kam nun auch Langenfeld zu ernsthaften Torchancen, aber die Glücksgöttin Fortuna hatte an diesem Abend kein Mitleid mit den Teufeln. Ebenso wenig Mitleid zeigten die Rhein-Main Patriots, die das Ergebnis nach und nach in die Höhe schraubten und hochverdient gewannen.  Es bleibt höchstens die Erkenntnis, dass der Spielverlauf weniger dramatisch war, als es das Ergebnis vermuten lässt. Ein paar Tore für die Devils und einige weniger für die Patriots wären sicherlich verdient und gerecht gewesen.

Kehrens Urteil

Kehren urteilte nach dem Spiel: „Das 17:0 ist die höchste Niederlage, die wir jemals hinnehmen mussten. Aber, so bitter jeder Blick auf das Ergebnis auch sein mag, ich werde dieses Spiel nicht überbewerten. Letzten Endes konnte man hier nicht mit Punkten rechnen und das Torverhältnis spielt in unserer Liga keine wichtige Rolle. Man muss gestehen, dass die gezeigte Leistung der Patriots ein Augenschmaus für jeden Freund unserer Sportart war. Die disziplinarischen Maßnahmen, die ich ergriffen habe, halte ich für richtig und ich werde diesen Kurs beibehalten. Wir setzen unsere gesamten Anstrengungen auf die beiden letzten Heimspiele, um hier zu punkten.“

Heimspiel am Sonntag

Bereits am kommenden Sonntag treffen die Devils auf Heilbronn (12.09. um 16.45 Uhr in der Sporthalle des K-A-G). Langenfeld muss wahrscheinlich noch mindestens zwei Punkte gewinnen, um nicht in die Regionalliga abzusteigen.

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