Sport / Langenfeld, 18.05.2011

Sven Weidensee im Krankenhaus verstorben

Mit großer Bestürzung erhielten die Verantwortlichen des American Football Clubs Langenfeld e.V. (AFC) am Montag die Nachricht, dass ihr Spieler Sven Weidensee (21) im Sana Krankenhaus Benrath verstorben ist.

 

Todesursache unklar

Die Todesursache war den Verantwortlichen Dienstagmittag noch nicht bekannt. Mannschaft, Vorstand und Betreuer sind tief schockiert und können den Verlust nicht fassen. „Wir sind unendlich traurig über den Tod von Sven Weidensee. Wir erinnern uns an ihn als einen ganz außergewöhnlichen Menschen, den wir für immer in Gedenken halten werden. Unsere Gedanken sind in aller erster Linie bei seiner Familie, denen unser ganzes Mitgefühl über den plötzlichen Verlust ihres Sohnes gilt“, sagte ein um Fassung ringender Vorsitzender Mario Corosidis. Weidensee hatte sich beim Landesligaspiel am Sonntag gegen die Mönchengladbach Mavericks II (42:0) ohne Fremdverschulden eine Unterschenkelverletzung zugezogen. Der sofort benachrichtigte Rettungsdienst der Stadt Langenfeld war unmittelbar im Jahnstadion zur Stelle und stellte eine offensichtlich komplizierte Sprunggelenksverletzung fest. Er wurde in das Benrather Krankenhaus gebracht, wo er am Sonntagabend und Montagvormittag operiert wurde, wie Mannschaftskameraden zu berichten wussten, die ihn besuchen wollten.

Insolvenzverfahren

Kürzlich erst mussten die „Horns“ einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren ihres Dachvereines „American Sports Club Langenfeld e.V.“ (ASC) bekanntgeben. Die ehemalige Zweitligamannschaft hatte noch vor dem Ligastart der GFL2 Nord ihre Spiellizenz an den Bundesverband AFVD zurückgegeben. Nach Rücksprache mit dem Landesverband AFCV NRW e.V. bewarb sich ein neuer Verein als AFC Langenfeld 2011 e.V (AFC) für die Spielberechtigung der Teams mit Ausnahme der Zweitligamannschaft und ihrer Aktiven. Sportdirektor Michael Hap leitet auch unter dem neuen Dachverein die sportlichen Geschicke. Er ging davon aus, nahezu alle Zweitligaspieler zu verlieren. Doch dann geschah das Unglaubliche, denn überraschend viele Spieler halten ihrem Verein die Treue und treten auch in der 6. Liga für die Longhorns an. Allen voran Nationalspieler Daniel Berg. Eine bessere Aussage über den enorm starken Zusammenhalt in den Longhorns-Teams konnte es sicher nicht geben – und nun dieser Schicksalsschlag…

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